Wissen · E-Rechnung
Was ist ein Peppol Access Point?
Aufgaben eines Access Points beim Versand
Der sendende Access Point erhält das Dokument von der Software des Absenders und stellt es dem Access Point des Empfängers zu. Dafür führt er drei Schritte aus.
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Empfänger ermitteln
Der Access Point fragt beim zentralen Service Metadata Locator (SML) ab, welcher Service Metadata Publisher (SMP) für die Peppol-ID des Empfängers zuständig ist. Im SMP steht, ob der Empfänger den Dokumenttyp annimmt und unter welcher Adresse sein Access Point erreichbar ist. Hat der Empfänger den Dokumenttyp nicht registriert, kann das Dokument nicht zugestellt werden.
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Dokument validieren
Die Peppol Network Policy vom 2. Juli 2026 weist dem sendenden Access Point die Validierung des Dokuments zu. Eine Rechnung nach Peppol BIS Billing 3.0 wird dabei gegen die Regeln des verbindlichen Releases geprüft. Der Versand wird nur fortgesetzt, wenn die Rechnung valide ist.
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Dokument verpacken und übertragen
Der Access Point setzt das Dokument in den Peppol-Umschlag (SBDH), der Absender, Empfänger und Dokumenttyp enthält. Er signiert die Nachricht mit seinem eigenen Peppol-Zertifikat, verschlüsselt sie mit dem Zertifikat des empfangenden Access Points aus dem SMP und überträgt sie nach dem Peppol AS4 Profil an den Access Point des Empfängers. Die gültigen Fassungen aller Transportspezifikationen veröffentlicht OpenPeppol auf docs.peppol.eu.
Aufgaben eines Access Points beim Empfang
Der empfangende Access Point nimmt die Nachricht an, prüft Signatur und Zertifikat des sendenden Access Points, entschlüsselt sie und gibt das Dokument an die Software des Empfängers weiter. Eine erneute Validierung des Dokuments ist für ihn optional.
Ob er ein Dokument weitergeben konnte, meldet der empfangende Access Point dem sendenden mit einer Statusnachricht nach der Spezifikation Message Level Status (MLS). Der sendende Access Point legt fest, ob er diese Meldung nur bei einer Ablehnung oder auch bei erfolgreicher Zustellung erhält.
OpenPeppol führt den Versand dieser Statusnachrichten für alle Service Provider schrittweise als Pflicht ein.
Voraussetzungen für den Betrieb eines Access Points
Einen eigenen Access Point darf nur betreiben, wer Mitglied bei OpenPeppol ist, die Service-Provider-Vereinbarung mit einer Peppol Authority unterzeichnet und die Akkreditierungstests im Peppol Testbed bestanden hat. Erst danach erhält er das Produktionszertifikat aus der Peppol-PKI.
Was Ihre Software für die Anbindung an einen Access Point benötigt
Ihre Software übernimmt die Aufgaben vor und nach der Übertragung. Sie speichert die Peppol-IDs Ihrer Kunden und ihrer Rechnungsempfänger, etwa mit dem Schema 9930 für eine deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder 0204 für eine Leitweg-ID.
Vor dem Versand kann sie abfragen, welche Dokumenttypen der Empfänger registriert hat.
Nach dem Versand speichert sie den Zustellstatus je Rechnung, den der Access Point meldet, damit Ihre Kunden nicht zugestellte Rechnungen erkennen.
Eingehende Dokumente ruft sie beim Access Point ab oder erhält sie per Webhook.
InvoiceRails ist der OpenPeppol-zertifizierte Access Point von fino data services. Ihre Software bindet ihn über eine REST-API an, die Versand, Empfang, Formatabfrage und Zustellstatus per Webhook abdeckt, für beliebig viele Endkunden über eine Integration. Ob ein Geschäftspartner bereits über Peppol erreichbar ist, können Sie vorab mit der kostenlosen Peppol-ID-Suche prüfen.